Traumberufe im Handwerk

Von Traditionen, Talenten und täglich neuen Aufgaben

„Der Werkstoff Holz hat viele Facetten“

Zimmerer

Zimmerer
Robert Schall, 20 Jahre

Während des Bundesfreiwilligendiensts im Garten- und Landschaftsbau sowie in der Gärtnerei des BBW reifte der Entschluss zum handwerklichen Beruf. Täglich lernt er neue Techniken dazu, ohne das traditionelle Handwerk aus den Augen zu verlieren. „Türöffner“ zum Beruf des Zimmerers war ein Praktikum in der Zimmerei Fleck, wo er die Arbeit im Freien mit dem Werkstoff Holz und die Zusammenarbeit in einem tollen Team kennen- und lieben lernte.

Jeden Tag freut er sich, mit seinen Kollegen und seinem Chef als Team zusammenzuarbeiten. Zumal der Beruf viel Abwechslung mit sich bringt: Hunderte Jahre alte Fachwerkgebäude zu renovieren und zu erhalten und ebenso moderne, ökologisch nachhaltige Holzhäuser zu bauen, sorgt dafür, dass er jeden Morgen um 6 Uhr gerne aufsteht.

 

„Es wird mir nie langweilig“

Glaser

Glaser/Fensterbauer
Kevin Meckl, 18 Jahre

Die Arbeit mit Holz lag schon immer ganz auf seiner Linie. Bei der Suche nach einem Praktikumsplatz fiel die Wahl auf Firma Hofmaier, weil der Handwerksbetrieb die Holzfenster selbst herstellt. „Mir hat es Spaß gemacht, in der Werkstatt und vor Ort bei Kunden zu arbeiten. Ich durfte alleine einen Fensterflügel verleimen“, sagt er. Nach den Praktika hat er sich für diesen Beruf entschieden, weil er sehr abwechslungsreich ist.

Ihm gefällt, dass der Glaser viel mit Kunden zu tun hat und viel auf der Baustelle arbeitet, also vor Ort Fenster und Türen einbauen darf. „Jeden Tag warten neue Herausforderungen und Aufgaben auf mich, da jedes Fenster für jeden Kunden individuell und speziell angefertigt wird. Das motiviert mich.

 

„Es gibt keine Routine“

Elektroniker

Elektroniker Fachrichtung Energie und Gebäudetechnik
Alaa Alhamwi, 31 Jahre

„Mein Vater hat ein kleines Elektro-Familienunternehmen in Syrien. Dort habe ich seit dem Kindesalter mitgeholfen. Theoretisch und praktisch habe ich viel von meinem Vater gelernt, auch die Begeisterung für den Beruf, denn ich wollte schon immer Elektriker werden. Der Beruf ist abwechslungsreich, es gibt keine Routine, und ich lerne immer Neues dazu.

Morgens um 6.30 Uhr beginne ich den Tag, mit einer Tasse starkem Kaffee. Die deutsche Sprache ist schwer erlernbar, am Wochenende gehe ich in die Schule zur Nachhilfe. Was auch sehr hilfreich ist, sind nette Kollegen. Arbeitstechnisch wird in Deutschland sehr viel auf Sicherheit geachtet, und man ist immer sehr pünktlich.“

 

„Liebe zur Handarbeit und Lust auf viel Kreativität“

Konditorin

Konditorin
Nadin Saad und Franziska Fischer, beide 17 Jahre

Für beide war Backen das Lieblings-Hobby. Der Patentante von Franziska hat es offenbar besonders gut geschmeckt; sie ermutigte ihre Nichte, das Hobby zum Beruf zu machen. Bei Nadin war es eine Kollegin, für die sie eine Torte gebacken hatte, das Lob dafür gab den Ausschlag zur Berufswahl. Beide lieben Handarbeit und freuen sich schon darauf, später eigene Torten zu designen und ihre Kreativität auszuleben. Sie lernen viel über Lebensmittel und können viele Dekorationsideen sammeln, die sie auch daheim anwenden.

Morgens um 4 Uhr geht es los, zum Frühaufstehen brauchen sich die beiden Auszubildenden aber nicht zu zwingen. „Ich darf schon vieles alleine machen, das motiviert mich“, sagt Franziska. Nadin ergänzt: „Ich gehe jeden Tag hin, um etwas zu lernen, in der Hoffnung, dass ich mit dem Beruf erfolgreich werde. Und nachmittags haben wir immer frei. Genauso wie unsere Bäckerkollegen.“

 

„Ich sehe das Ergebnis meiner Arbeit“

Maler

Maler und Lackierer
Edrisa Sanyang, 26 Jahre

Sein Großvater war schon Maler, das hat Edrisa Sanyang inspiriert, ebenfalls den Malerberuf zu erlernen. Sein Opa war immer ein Vorbild für den Heranwachsenden, der über ein Praktikum in seinen Ausbildungsbetrieb kam. Das Hineinschnuppern hat ihm deutlich gemacht, dass er diesen handwerklichen Beruf ausüben möchte. Ihm gefällt, dass er das Ergebnis seiner Leistung sehen kann und kreativ ist.

Zusammen mit einem superfreundlichen und motivierenden Team startet er morgens zwischen 6:30 und 7 Uhr von der örtlichen Betriebsstelle zu den vielfältigen Einsätzen. Die verschiedenen Kunden und Arbeitsorte machen den Reiz aus.

 

„Jeden Tag eine neue Herausforderung“

Fleischer

Fleischer
Benjamin Glock, 18 Jahre

Nach einem Praktikum bei seinem jetzigen Lehrbetrieb wusste Benjamin Glock, dass eine Ausbildung im Fleischerhandwerk gut zu ihm passt. Bei der Mithilfe in der Wurstproduktion sah er, wie aufwendig und wie vielseitig es ist, eine Wurst herzustellen. „Es hat einfach Spaß gemacht“, sagt er. Das Zerlegen von Rind- und Schweinefleisch, die hochwertige Produktion der Wurst- und Feinkostartikel sowie die Verpackung und Etikettierung fallen in seinen Zuständigkeitsbereich.

Den täglich unterschiedlichen Herausforderungen kann er sich während der Ausbildung widmen. Täglich treiben ihn die gute Stimmung und der Zusammenhalt im Team, das ihn super aufgenommen hat, an.

 

„Die Arbeit an CNC-Maschinen macht mir Spaß“

Feinwerkmechaniker

Feinwerkmechaniker Fachrichtung Maschinenbau
Yusuf Erhan Aradas, 20 Jahre

in Technik-„Käpsele“ ist Yusuf Erhan Aradas schon immer. Als Kind hat er gerne mit Lego gespielt und an seinem Fahrrad geschraubt. Um verschiedene Berufsfelder kennenzulernen, machte er ein Praktikum bei einer Firma im Bereich Mechatronik. Sein Lehrer machte ihn aufmerksam auf seinen Ausbildungsbetrieb, die Wolf GmbH.

Yusuf ist sehr zufrieden mit seinem Beruf, der viel mit Drehen, Fräsen, Feilen und Bohren von Bauteilen und dem Programmieren von CNC-Maschinen zu tun hat. Motiviert haben ihn zudem die guten Verdienstmöglichkeiten und die Möglichkeit, später den Meister oder Techniker zu machen oder eine weitere fachspezifische Ausbildung.

 

„Ich kann sehen und anfassen, was ich gearbeitet habe“

Schreiner

Schreiner
William Lorenz, 17 Jahre

Schreiner ist der Traumjob von William Lorenz: „Weil ich meine eigenen Möbel und Wohraumausbauten herstellen kann.“ Nach einem einwöchigen Betriebspraktikum wusste er genau, dass die Ausbildung das Richtige ist. Bestätigt wurde seine Entscheidung durch ein Erlebnis im ersten Lehrjahr in der Schulwerkstatt, als er sein erstes eigenes Möbelstück fertiggestellt hatte.

Täglich ist es das Größte für ihn, wenn am Ende des Arbeitstags das Möbelstück fertig ist und darauf wartet, beim Kunden montiert zu werden. „Die Möglichkeit, das Werkstück für meine Gesellenprüfung zu designen und zu planen und nichts vorgesetzt zu bekommen, ist etwas sehr Einzigartiges.“

 

„Ich liebe es, kreativ zu arbeiten““

Friseurin

Friseurin
Joy Schreiner, 25 Jahre

Für die Chance, als zweifache Mutter in Teilzeit die Ausbildung machen zu können, ist die 25-Jährige sehr dankbar. Ihr Tag beginnt sehr früh. Sind die Kinder in Kita und Schule, freut sie sich auf die Arbeit. Das gute Arbeitsklima gibt ihr Kraft und Freude für Job und Familie. Ihr Chef, der Friseurmeister Marc Ehmann, drückt auch mal ein Auge zu, wenn sie die Kids abholt und später aus der Mittagspause kommt.

Die Leidenschaft für den Beruf liegt bei ihr in der Familie. Die Mutter war Friseurin, damit wurde das Interesse sehr früh geweckt. Ein Schreibtisch-Job wäre ihr zu trocken. „Ich möchte kreativ arbeiten und genieße den Umgang mit den Kunden“, sagt sie.

Azubi-News

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